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Maggy

Voraussetzungen für Probenähen

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Maggy    31
Maggy

Hallo Ihr Lieben,

ich muss Euch mal was fragen. Hat von Euch schon mal jemand die Chance bekommen, einen Schnitt Probe zu nähen?

Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen frage ich mich, nach welchen Kriterien da ausgesucht wird? Es geht doch eigentlich bei dieser Sache darum, herauszufinden, ob der Schnitt Fehler aufweist, ob die Anleitung verständlich ist und der Schnitt eine gute Passform hat, oder sehe ich das falsch? 

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass nur „Profis“, möglichst mit eigenem Blog oder Website und der Möglichkeit, professionelle Modelfotos machen zu können, eine Chance bekommen. Das finde ich sehr schade. 

Wie seht Ihr das? 

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Sakuko    112
Sakuko

Ich habe mich noch nie für so was beworben, aber es würde mich nicht wundern, wenn es so ist. Es geht ja immer auch darum, einen Hype für die eigenen Schnittmuster zu generieren und Beispielfotos für das fertige Produkt zu sammeln. Das geht natürlich am besten mit Leuten, die das Probestück dann irgendwo online präsentieren, eine große Folgeschaft haben und auch gut, hübsche Fotos schießen können.

Es ist ja nicht wie bei Büchern, wo es hauptsächlich darum geht das irgendwer auf allen bekannten Plattformen Rezensionen hinterlässt, den Schnittmusterplattformen gibt es nicht viele und sie sind auch nicht so weitläufig genutzt. Ich schätze bei relativ unbekannten Schnittmuster-Autoren hat man als No-Name die besten Chance, ausgewählt zu werden.

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Petra    372
Petra

Ich weiß es von einer Freundin. Je mehr genähte Kleidung man sich von einer Bewerberin ansehen kann, desto größer sind deren Chancen. Habe mich selber aber nie darum gekümmert. 

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Sabr Ina    69
Sabr Ina

Nach meinen Erfahrungen hängt das sehr von dem SM-Ersteller ab. Viele haben Stamm-Teams mit denen sie gute Erfahrungen (Zuverlässigkeit, Nettigkeit, Verschwiegenheit etc.) gesammelt haben. Ich nähe regelmäßig Taschen und Oberteile für mehrere SM-Designer probe - bin mittlerweile aber nur noch in einem Stamm-Team (weil die Mädels da so super lieb, unkompliziert sind und es total harmonisch ist). 

Bei "meinen" Probenähen ging es meist wirklich um konstruktive Kritik am Schnitt und grobe Schnitzer an Schnitt oder Anleitung. Die Kritik kann man erfahrungsgemäß aber erst mit einiger Näherfahrung geben. Außerdem wurde schon Wert auf gute Qualität der Fotos gelegt. Da muss man heutzutage aber nicht unbedingt eine Profi-Kameras haben, aber bspw. Fotos vor einem unaufgeräumten Schrank oder ysmileys vorm Gesicht sind nicht sonderlich attraktiv. Ich habe keine Profi-Kamera und bislang hat keiner über die Fotos gemeckert. Außerdem ist es zumindest meistens so gedacht, dass das E-Book per SocialMedia verbreitet wird. Das SM bekommt man dafür manchmal sogar mit Lizenz gestellt. Aber dafür ist ein "aufgeräumter" Account auf FB oder Instagram bzw. eigenem Blog schon viel Wert. Ich hab bspw. nur einen Insta-Account zum Nähen. Einigen reicht es, anderen eben nicht.

Ich fand die Probenähen meistens nett, weil man sich viele kleine Tricks von den Mitnähern abschauen konnte. Einige Probenähen waren allerdings auch wirklich sehr unentspannt und mit viel Gezicke verbunden. Das merkt man sich und näht für den Designer beim nächsten Mal vielleicht lieber nicht mehr. Zumal das für mich immer noch nur ein Hobby ist und da muss die Chemie für mich stimmen. :)

Wenn Du es wirklich mal probieren möchtest, würde ich mir für den Anfang kleine und neue Designer ansehen, die für ein Probenähen suchen. Da stehen die Chancen allein wegen der geringeren Bewerberanzahl besser. Viel Erfolg Dir! :)

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Maggy    31
Maggy

Dankeschön für Eure ausführlichen Antworten. Also ich würde mich mittlerweile durchaus schon als etwas

fortgeschrittenere Näherin bezeichnen, nähe Bekleidung und Taschen und betreibe das aber auch nur hobbymäßig. Ich hatte mich schon mehrfach auf Probeaufrufe gemeldet, weil mich das jeweilige Projekt interessierte. Da bin ich dann natürlich davon ausgegangen, dass in diesem Fall noch kein Stammteam vorhanden ist. Meine Bilder fand ich eigentlich ganz nett. Gut, posieren ist nun nicht so meine Stärke, aber die genähte Bekleidung kam gut zur Geltung. Ich versuche beim nächsten Mal, mal für solche Zwecke ein paar schöne Außenaufnahmen bei schönem Wetter zu machen. Das scheint besser anzukommen.

Ich hätte es einfach mal nett gefunden, zwingend notwendig ist die Teilnahme an so einem Probenähen natürlich nicht.

Wir werden sehen, vielleicht irgendwann.

Trotzdem nochmal lieben Dank.

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MrMurphy    16
MrMurphy

Schnittmusterersteller sind in erster Linie an professionellen Nähern und Näherinnen interessiert. Also Personen, die das Handwerk gelernt haben und möglichst auch schon in der Praxis gearbeitet haben.

Hobbynäher und -näherinnen überschätzen ihre Fähigkeiten gerne, in der Praxis fehlt ihnen dann doch sehr viel (auch praktisches) Wissen.

Deshalb ist bei ihnen die Wahrscheinlichkeit viel größer an korrekten Schnittmustern zu scheitern und das Scheitern dem Schnittmuster zuzuschreiben. Damit ist den Schnittmustererstellern natürlich nicht geholfen.

Das Personen mit Blogs oder großem Bekanntheitsgrad bevorzugt werden ist eher ein Gerücht.

Es wäre natürlich schön wenn die Schnittmusterersteller die Voraussetzungen deutlicher kommunizieren würden. Aber die wollen sich wohl alle Möglichkeiten offen halten und suchen zusätzlich auch immer wieder mal Hobbynäherinnen, schließlich sollen die das Schnittmuster kaufen und müssen (wenn es keine Fehler mehr enthält) damit auch zurechtkommen.

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Maggy    31
Maggy

Ja genau, diesen Eindruck hatte ich auch bekommen. Ich finde es halt schade.

Dass professionelle Näher/innen einen Schnitt nachnähen können, ist ja zu erwarten. Die haben doch auch kein Problem damit, wenn etwas vielleicht zu professionell oder schwierig ausgedrückt wurde. Letztendlich müssen doch die sogenannten Hobbynäher mit dem Schnitt klarkommen.

 

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MrMurphy    16
MrMurphy

Und genau damit die Hobbynäher möglichst gut mit dem Schittmuster klarkommen müssen zuächst Problemstellen oder gar Fehler beseitigt werden. Dazu dient doch das Probenähen. Und dazu werden Näher und Näherinnen benötigt, die selbst keine (oder zumindest möglichst wenige) Übertragungs- und Nähfehler machen und mit denen die Schnittmusterersteller eng auf gleicher Ebene kommunizieren können.

Teilweise kommen auf solche Anzeigen für 20, 30 Proben über 15.000 Anfragen. Auch deshalb sind die Chancen grade bei bekannten Anbietern schlecht. Wobei bewährte ProbenäherInnen natürlich bevorzugt werden. Da weiß man zum Beispiel auch dass die mit den Anforderungen zurechtkommen, zum Beispiel den Zeitdruck.

Das du nie eine Chance bekommst muss also überhaupt nicht an deinen Fähigkeiten liegen.

bearbeitet von MrMurphy

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Sabine Figge    558
Sabine Figge

Ich kann mir garnicht vorstellen, daß Profis für so'n Kram Zeit opfern 🤔.

Oder wird solch ein Probenähen vernünftig bezahlt? 

 

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Sybille Dreyer    457
Sybille Dreyer

@Sabine Figge das kann ich mir auch schlecht vorstellen. Ich habe das so verstanden das man dann zu einem bestimmten Zeitpunkt Zeit haben muss, lediglich das Schnittmuster und die Anleitung erhält und in einem kurzen Zeitraum fertig sein muss. Den Stoff muss ich auch haben oder schnell besorgen können. Wer gewerblich näht, kann doch dafür nicht die Arbeiten für seine Kunden zur Seite legen oder einen Auftrag ablehnen.

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